Wenn Sie auf Amazon Ihr Buch veröffentlichen, werden Sie feststellen, dass von Ihnen Transparenz darüber erwartet wird, wieviel KI in Ihrem Buch steckt. Vermutlich fragen Sie sich das ohnehin fast täglich, bei allem, was Sie lesen und sehen.
Meine erste Maßnahme zur KI Transparenz war, dass ich im letzten Kapitel “Quellen” Folgendes offenlegte:
Zur Erstellung dieses Dokuments kamen auch zahlreiche KI Tools zum Einsatz: Artlist, Gemini, Notebook LM, ChatGPT, Perplexity, Leonardo AI, Sider, MS Designer, Stablecog, OpenArt, Nano Banana Pro, Nano Banana Background Remover, FLUX.2 Pro
Dabei fällt selbst dem Laien auf der Tool Overload auf beim Design der Illustrationen. Und diese waren in der Tat für mich wesentlich herausfordernder als der Text. Das mag daran liegen, dass ich zwar Mediendesignerin bin, aber keine Illustratorin.
Grundsätzlich habe ich mich für das Fachbuch “Welche Technologie lohnt sich für uns wirklich? Die Entscheidungslandkarte für Produktinnovation und Technologietransfer” auf ein Experiment eingelassen.
Die KI (in dem Fall ChatGPT) drängte mich fast täglich, ich solle ein Fachbuch schreiben, und nein, ich solle nicht über Ideen, Inspirierendes oder Innovationstools schreiben, sondern über Entscheidungsfindung, darüber, wie man Klarheit in seine Innovationsentscheidungen bringt. Ich kann nicht sagen, hier ist das Buch, von dem ich wünschte, ich hätte es schon vor vielen Jahren besessen. Ich kann/muss sagen: Hier ist das Buch, dass sich eine KI gewünscht hat.
Transparenz
Welche KI ich eingesetzt habe: Perplexity, ChatGPT, Gemini, NotebookLM, Sider
Was die KI übernommen hat:
die Idee für den Inhalt
Kapitelstruktur, Gliederung
Kapitelentwürfe
Meine Arbeit:
Die 6-Stufen Architektur
Reale Praxiserfahrungen, Beispiele aus der Praxis
Prompting, Kuratieren bis zum finalen Rohentwurf
Redaktion, Korrektur
Ich denke, dadurch war ich doppelt so schnell. Und eine KI hat nie in einer Entwicklungsabteilung gesessen, nie Projekte geleitet und besitzt keine Biografie.
Ich sehe mich daher nicht als klassische Autorin im traditionellen Sinn, sondern als Architektin, Regisseurin und Fachexpertin. Das Ergebnis ist ein Werk entstanden aus der Kooperation zwischen moderner Technologie und jahrzehntelanger Praxiserfahrung.
Illustrationen
Welche KI ich eingesetzt habe: Artlist, Leonardo AI, MS Designer, Stablecog, OpenArt, Nano Banana Pro, Nano Banana Background Remover, FLUX.2 Pro
Die Illustrationen sind ein anderes Thema. Zwar bin ich unter anderem auch Mediendesignerin, Illustratorin dagegen nicht. Da ich ein großer Fan von Jean Girard Moebius bin, der unter anderem auch die Storyboards für den Film Dune entwickelte, hatte ich mir in den Kopf gesetzt, dass mein Buch Illustrationen haben sollte und zwar in einem ähnlich poetischen SciFi Stil.
Zu Beginn dieses Teils der Arbeit war mir nicht bewusst, wieviel Aufwand es tatsächlich erfordern würde. Gleich mein erster “Quick&Dirty” Versuch gefiel mir so gut, dass es für mich kein Zurück mehr gab.
Es sind viele Seiten Journal zur Vorgehensweise entstanden, unendlich viele KI generierte Bilder, die meisten davon surreal, SciFi, puristisch oder ornamental, so viele, dass ich Lust hätte, einen KI Ratgeber für Buchillustratoren, ein Workbook oder Playbook vielleicht, zu entwickeln.
Und an dieser Stelle fällt mir eine Parallele zu so einigen Entwicklungsprojekten aus meiner Vergangenheit auf: Ein Demonstrator ist kein skaliertes Produkt! (*) Ein guter Demonstrator ist nur eine Art Keimzelle. Dann beginnt die eigentliche Arbeit. Und jeder unterschätzt sie. Jetzt allerdings habe ich ein Style Lab für die Illustrationen, die Produktion.
(*) Nachzulesen in “Welche Technologie lohnt sich für uns wirklich? Die Entscheidungslandkarte für Produktinnovation und Technologietransfer” im Kapitel STUFE 3 BEWERTUNG
Wie stehen Sie zu KI Einsatz in der Fachliteratur? Schätzen Sie diese Form der Transparenz, oder zählt für Sie am Ende nur das Ergebnis, der pragmatische Nutzwert?



